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Indirektes Verfahren – Hämoglobin!

Wie der Fall Pechstein in den letzten Monaten gezeigt hat ist der Nachweis von Doping wesentlich komplexer als Kontrolleuren und Sportlern lieb wäre (Pechstein wurde aufgrund indirekter Hinweise auf Doping gesperrt – siehe Berichte hier bei DOPINGsucks).

Wie Bayern 2 in seinem Audioprogramm IQ – Wissenschaft und Forschung vom 15.02 berichtet soll nun ein neues Verfahren entwickelt worden sein um größere Sicherheit beim Nachweise von Blutdoping zu erhalten – leider wiederum ein indirektes Verfahren.

Das von der WADA finanzierte Forschungsprojekt geht von der Prämisse aus, dass es unmöglich ist alle Substanzen die dem Körper zugeführt werden können (derzeit etwa 150 verschiedene Substanzen) aufgrund ihrer Menge in adäquater Weise nachzuweisen. Was aber bei all diesen Mitteln bewirkt wird, so der Sportmediziner Prof. Walter Schmidt, ist ein Ansteigen des Hämoglobin Werts (des sogenannten roten Blutfarbstoffes).

Ein breiter angelegtes Screening soll nun die Veränderung des Hämoglobin Werts deutlich anzeigen und somit indirekt auf den Missbrauch leistungssteigernder Mittel hinweisen. Getestet wird das indem der Sportler mit Kohlenmonoxid versorgt wird (er muss also ein grundsätzlich giftiges Gas einatmen), dies regiert mit dem Hämoglobin („heftet sich daran“) und markiert den roten Blutfarbstoff. Dieser kann dann erhoben und mit den Referenzwerten (vorher erhoben) verglichen werden.

Um diese Veränderungen deutlich zu machen muss jeder Sportler mehrmals im Jahr getestet werden (siehe Thema Blutpass). Technisch sicher machbar aber mit großen Kosten und enormen Aufwand für den Sportler verbunden – sollte dieses Verfahren jedoch die versprochenen Erfolge einräumen wird wohl jeder saubere Sportler dieses Opfer bringen.

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