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Hoffmann mit ORF Stellungnahme!

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Die Anschuldigungen gegen Christian Hoffmann haben mit dem Rücktritt des Schilanglauf-Olympiasiegers nun wohl den Höhepunkt erreicht. Ein Höhepunkt der allerdings auf mehreren Ebenen sehr gespalten betrachtet werden muss.

Mitbesitzer einer Blutzentrifuge?

Christian Hoffmann soll Mitbesitzer einer Zentrifuge zum Blutdoping gewesen sein, die vom Laakirchner Sportmanager Stefan Matschiner betrieben wurde und die auch Radsportler Bernhard Kohl benützt haben soll. Kohl gab an Hoffmann hätte die Zentrifuge benutzt und zwei weitere (Augen)Zeugen sollen dieser Behauptung weitere Rückendeckung geben (genauer Hergang siehe: OÖNachrichten).

Die Folgen dieser Beschuldigungen sind nun offen gelegt. Hoffmann hat nach seiner Suspendierung seinen Rücktritt bekannt gegeben und wird nun nicht mehr (wie geplant) bei den Olympischen Spielen 2010 seinen Karriere abschließen. In einem Interview vor wenigen Minuten im ORF wies Hoffmann noch mal alle Vorwürfe von sich.

Beweislage im Fall Hoffmann?

Christian Hoffmann gibt an, dass er eine solche Blutzentrifuge “nie finanziert, benutzt oder gekauft habe” (laut heutigem Interview im ORF). Die ihn belastenden Zeugen haben ihre Aussage (laut Angaben Hoffmann) zwei mal geändert; beide Male konnte der Schilangläufer seinen Aufenthaltsort mit seinem Trainingstagebuch (jeweils weit entfernt von Linz) belegen. Weiters gab er an, dass er nicht wüsste wo sich dieses Zentrifuge befunden habe. Soweit so gut. Wichtiger erscheint uns, dass Hoffmann nie positiv getestet wurde und er freiwillig seine Fingerabdrücke der NADA zur Verfügung stellt (zum Abgleich mit den Abdrücken auf der Maschine). Hier hätten wir so etwas wie “hard evidence” – die bisher jedoch leer ausgegangen sind.

Somit ist die Aussage eines “bewiesenen” Dopingsünders und zweier (Augen)Zeugen die einzige Verbindung von Hoffmann und der Zentrifuge. Mögen diese Aussagen vor einem Gericht anerkannt werden (obwohl: Augenzeugenberichte stellen, ob ihrer häufigen Fehlleistung, ein oft fatales Instrument dar), mit Wissenschaft hat dies wohl nichts zu tun!!!

Vor diesem Hintergund stellt sich für uns hier bei DOPINGsucks die Frage was schlimmer wäre – die Dopingvergehen an sich, oder der strategische Einsatz von Dopingverdächtigungen zu Schaden des jeweiligen Gegners. Wenn man von einem (wissenschaftlichen) Methodencanon abweicht haben wir den Sprung zur Hexenjagd geschafft! Fest steht jedenfalls, dass wir bei beiden Sachverhalten die Ebene der Unfairness bzw. der Unsportlichkeit schon lange zu Gunsten einer Art Unmenschlichkeit verlassen haben.

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