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Wie die Nada selbst für einen Dopingskandal sorgtWie die Presse.at berichtet, hat die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) nun ein echtes Problem in Form eines Skandals. Der aktuelle Chef der Nada, Andreas Schwab, soll bestätigt haben, dass eine Kontrollorin der Nada einen Sportler vor einer Razzia gewarnt hat. Dieser Vorfall soll schon einige Jahre zurückliegen. “Eine nebenberuflich tätige Kontrollorin aus Kärnten soll das gemacht haben. Sie wurde sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe entlassen”. Bekannt gegeben wurde dieser Vorfall freilich nie. Nun ist das deutsche Magazin “Der Spiegel” dem Vorfall auf die Spur gekommen. Allerdings behauptet Schwab, dass diese Geschichte vor seiner Zeit geschehen sei und deshalb auch sein Amtsvorgänger Michael Mader dafür verantwortlich sein. Allerdings, so schreibt die Presse, soll Schwab bei seinem Amtsantritt über die Affäre informiert worden sein habe aber bisher dazu geschwiegen. Weiters will die Presse in Erfahrung gebracht haben, dass der Vorfall erst letztes Jahr aufgedeckt worden ist und nicht wie Schwab behauptet, bereits “vor einigen Jahren”. Der Kärntner Kontrollorin konnte nachgewiesen werden, dass sie den Hürdensprinter Elmar Lichtenegger telefonisch vor einer Razzia gewarnt hat. Lichtenegger ist mittlerweile wegen Nandrolon-Dopings lebenslang gesperrt. Aufgeflogen soll der Verrat der Kärntnerin dadurch sein, dass Lichtenegger gegen seine Strafe ankämpfte und behauptete die positive Kontrolle sei nicht rechtens gewesen, da er zuvor über die drohende Kontrolle informiert worden war. Weiters schreibt “Die Presse”, dass der ehemalige Chef der Anti-Doping-Behörde, Michael Mader, zu den Vorwürfen sagte, dass es sich um einen Einzelfall handle und man darauf reagiert haben. Ausserdem wurden die Kontrollen der überigen Kontrollore in Österreich verschärft.
Von einer Betrugsanzeige gegen die geständige Kontrollorin wurde abgesehen. Sie hat im Beisein ihres Anwalts angegeben keine weiteren Sportler gewarnt zu haben. Für die Nada scheint die Einzelfallthese als erwiesen. Offen bleibt die Frage wie glaubwürdig eine Anti-Doping-Agentur sein kann, die Offenheit und Transparenz fordert und selbst versucht solche Vorfälle unter den Teppich zu kehren.
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