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Verbotene Mittel im Tour de France-Müll oder das Rennen um die Dopingsünder ist eröffnet

Soeben ging die Tour zu Ende. Ohne Dopingfall, wie es scheint. Nun bekommen die Zweifler neue Nahrung. Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe berichtet, haben Beobachter der französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) in den Mülleimern von mehreren Teams verbotene Substanzen gefunden.

Der Chef der AFLD, Pierre Bordry, hat gegenüber der französischen Zeitung “Le Monde” und der Süddeutschen bestätigt  dass ein Team der AFLD im Müll von diversen Radteams während der Tour verbotene Mittel gefunden hat.  Darunter soll sich auch ein Medikament befinden welches Insulin erzeugt.

Allerdings bleibt abzuwarten, was mit diesen Funden geschieht. Hatte die AFLD im Vorjahr noch die “Dopinghochheit” über die Tour de France, ist diese heuer wieder an die UCI zurückgegangen. Bereits zu Beginn der Tour hatte es ja kritische Stimmen gegeben, weil ein Dopingtester relativ freundlich mit den Fahrern des Astana-Teams umgegangen ist. Der Kontrollor hat es vorgezogen, nicht sofort Tests von den Fahrern zu nehmen, sondern sich zuvor noch mit den Teamverantwortlichen einen Kaffee zu genehmigen.

2008 hat die AFLD sieben Dopingsünder während der Tour gestellt. Darunter auch der vermeintlich drittplatzierte Bernhard Kohl. Man wird sehen wie viele die UCI heuer schnappen wird. Erst am Sonntag ist angekündigt worden, dass auch Proben der ersten 20 der letztjährigen Tour nochmals mit neuen Methoden geprüft werden sollen.

Das Rennen um die Dopingsünder ist eröffnet.

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