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Vorwürfe gegen Quick Step – UCI weiß von nichts

Rechtzeitig zum Tour-Start wurde nun ein Ermittlungsfehler der WADA bekannt. Wie hr.online.de berichtet, hat eine Aussage des geständigen Dopingsünders Patrik Sinkewitz ihren Weg zur UCI erst nach eineinhalb Jahren gefunden. Der WADA-Generalsekretär David Howman kann sich nicht erklären, warum das Protokoll zu den Aussagen von Sinkewitz erst letzte Woche verschickt worden ist.

Sinkewitz hatte in Gesprächen mit der WADA ausgesagt wie das Doping-System im Quick Step-Rennstall (dem ehemaligen Arbeitgeben von Sinkewitz) funktioniert hat.

So soll es regelmäßige Blutuntersuchungen gegeben haben damit die EPO-Dosen an den jeweiligen Hämatokritwert angepaßt werden konnten. Fahrer mit einem Wert über 50 werden mit einer “Schutzsperre” belegt. Außerdem soll Sinkewitz von den Teamärzten Cortison verabreicht worden sein.

Für die am Samstag beginnende Tour de France muß das Quick Step-Team keine Konsequenzen befürchten, denn bei der UCI weiß man nichts davon. Der UCI-Sprecher Enrico Carpani wird mit “Ich kann dazu nichts sagen, denn ich weiß davon nichts. Wenn es etwas zu erklären gibt, veröffentlichen wir eine Mitteilung” zitiert.

Patrik Sinkewitz wurde als Kronzeuge bekannt. Ihm wurde Testosteron-Doping nachgewiesen. Durch die Kooperation mit den Behörden faßte er eine Strafe von nur einem Jahr Sperre aus.

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