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14 Monate ist es bereits her als der Fall Contador seinen Anfang nahm. Und er könnte am Montag zu Ende gehen. Wie? Das steht wohl noch in den Sternen. Deswegen stellen wir uns alle interessiert und gespannt die Frage: “Wird der Fall Contador zum Fall Contadors führen?” Der Wirkstoff Clenbuterol wurde auf jeden Fall im Blut Contadors nachgewiesen (wenn auch in sehr geringen Mengen). Da dieses Mittel definitiv auf der Liste steht handelt es sich also um Doping. Die Frage ist jetzt zum Einen wie man die Aussagen (Ausreden) von Alberto Contador wertet, und zum Zweiten wie der positive Clenbuterol-Befund aus dem Jahr 2010 bewertet wird. Gibt man der Aussage vom “versehentlichen Verzehr von verseuchtem Fleisch” statt, ohne dass klare Indizien oder so etwas wie nachvollziebare Fakten präsentiert werden, öffnet man den Ausredencanon Tür und Tor. Sollte man darauf entscheiden, dass die Dosis Clenbuterol zu gering ist würde man prinzipiel dem Regelwerk widersprechen (dies ist zwar möglich, selbiges müsste dann aber umgehend angepasst werden). Es stehen uns also interessante Tage ins Haus. Wir hoffen dass es auch in diesem Fall eine faire und sportliche Lösung bzw. Entscheidung geben wird und egal wie es ausgeht der Radsport dadurch in seinem Ansehen steigen kann. Wir werden euch am Laufenden halten.
IGF-1 ist laut dem Anti-Doping-Spezialisten Werne Franke das derzeit beliebteste Dopingmittel. Es handelt sich dabei um ein Wachstumshormon das ähnlich wie Insulin funktioniert. Wie die Zeitung “Die Welt” berichtet, hat das Zentrum für präventive Dopingforschung in Köln ein Verfahren zum Nachweis von synthetisch hergestelltem IGF-1 vorgestellt. Das Verfahren ist auch bereits von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zugelassen. Reihenweise positive Dopingtests? Werden wir nun reihenweise positive Dopingtests erleben? Sehr wahrscheinlich nicht. Der Test kann zwar synthetisches IGF-1 nachweisen, was er aber nicht vermag ist, der Nachweis von humanidentisches IGF-1. Das ist nach wie vor nicht nachweisbar. Die Dopingbekämpfer vermuten, dass synthetisches IGF-1 seit Jahren in der Bodybuildingszene äusserst beliebt ist. Ob auch Spitzensportler auf die synthetische Variante zurückgreifen werden die Tests in Zukunft zeigen. Ohne große Skandale werden Themen medial schnell in die Abstellkammer verschoben. Sind sie auch schnell wieder hervorgeholt, kann man aber als Medienkonsument kaum die Entwicklungen der Zwischenzeit verfolgen oder beobachten. DOPINGsucks steht immer dafür dass das heikle Thema DOPING nicht Staub ansetzt und zum Kavaliersdelikt wird. Unbemerkt haben sich in den letzten Tagen 3 beunruhigende Dinge ergeben die wir hier aufgreifen wollen: 1. Der Dopingbericht über Fussball:
2. Das Aussetzten der Osaka-Regel:
3. Der Fall Pechstein wird von einem Aufklärungsverfahren zu einer Mediengroteske:
Was uns hier bei DOPINGsucks beunruhigt ist die spürbare Tendenz einer Aufweichung der Problematik oder besser einer Zuordnung des Themas DOPING die durch solche schleichenden Berichte Meinungen macht. Also noch einmal: DOPING ist kein Phänomen das schon immer “irgendwie” da war! DOPING ist kein Vergehen das zu klein ist für eine Olympiade! DOPING ist ein klare Aussage und kein mediales Spektakel! Gründlichkeit in jeder Form stellt sicher einen Eckpfeiler konsequenter Ermittlungen und klarer, transparenter Handlungsweisen dar. Aber es gibt einen Unterschied zwischen gründlich und langsam bzw. unentschlossen. Letzteres haben wir in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gesehen. Sei es das Verfahren gegen den – mittlerweile umstrittenen – Radprofi und Tour de France Superstar Alberto Contador oder das Verfahren gegen den zweifachen Olympia-Medaillengewinner Michail Botwinow. Grundsätzlich heißt es bei beiden – bitte warten! Auch wenn es durchaus rechtlich wasserdichte Gründe gibt diese beiden exemplarisch gewählten Prozesse zu verschieben wird trotzdem dem Sportinteressierten ein deutliches Zeichen vermittelt. “Alles nicht so wichtig – schön langsam”. War schon der Start von Contador bei der Tour für viele ein Schlag ins Gesicht, so ist generell eine träge Herangehensweise zur vollständigen und zeitnahen Aufklärung von Dopingvergehen zum strategischen Alltag geworden. Dass dies nicht wirklich thematisiert wird liegt auf der Hand denn es gibt zu viele Gewinner dabei. Die Medien können wieder und wieder über den gleichen Fall berichten. Den alten Inhalt wiederkäuen und trotzdem aktuell sein – immerhin gibt es ja schon wieder einen neuen Termin. Auch für so manche verdächtige Sportler ist ein langer Prozess von Vorteil. Viele starten ungehindert in die neue Saison, andere lassen sich die Frankreichrundfahrt nicht nehmen und wieder andere beenden in Ruhe und ohne Stress ihre Karriere. Und so kommt uns der Gedanke, dass ein langer Prozess aus Sicht des verdächtigen Sportlers zunehmend mehr als ein erweitertes Trainingslager mit unangenehmen Begleiterscheinungen gesehen wird. Für Dopingvergehen gibts derzeit auf jeden Fall keinen kurzen Prozess! siehe auch: Botwinow Prozess; Contador Prozess.
Der Wiener Rechtsanwalt Mag. Martin Platte hat gemeinsam mit dem St. Pöltner Rechtsanwalt Mag. Markus Mayer ein 600 Seiten starkes Werk zum Thema rechtliche Konsequenzen erstellt. Immerhin kommen auf einen “erwischten” Sportler nicht nur Konsequenzen in Form einer Sperre zu – er muß auch mit zivilrechtlichen und strafrechtlichen Folgen rechnen. Es geht in dem Buch aber nicht nur darum, was einem Sportler aus rechtlicher Sicht geschehen kann, wenn er beim Dopen erwischt wird. Das Buch geht auch auf die Institutionen und das Dopingverfahren ein. So wird der Bogen von der Kontrolle, über die Rechtsmittelbelehrung bis hin zum Internationalen Sportgerichtshof gestreckt. Aus dem Inhalt:
Das Buch ist über Amazon.de erhältlich. Da DOPINGsucks aus Österreich kommt möchten wir auch nicht umhin vor unserer eigenen Türe zu kehren. Auf die Frage wer derzeit und wie lange wegen eines Dopingvergehens gesperrt ist wird man auf der österreichischen Seite der NADA fündig. Uns geht es nicht darum die Sportler auf dieser Liste anzuprangern, sondern ein reales Bild der gegenwärtigen Zustände zu erhalten. Details und Quelle siehe HIER! Erstes Resümee: Nur 30% der sanktionierten Sportler kommen aus dem Radsport!
Quelle: NADA, Austria. siehe Hier!
In MUSKELMACHER kommen Betroffene, Freundinnen und besorgte Mütter zu Wort. Ein erschütternder Insider- Bericht über die Doping-Szene von jemanden der diese nicht nur kennt, sondern lange Zeit auch Teil dieses Systems war. Jörg ist jemand der mit extremen Eigenengagement dem DOPING den Kampf angesagt hat und mit unzähligen Vorträgen und Fernsehauftritten in Deutschland an vorderster Front gegen den DOPING Missbrauch im Kraftsport antritt. DOPINGsucks wünscht Jörg, wie immer, viel Erfolg mit seinem Buch und seinem intensiven Engagement für einen sauberen Sport! Weiter so!
Informationen und Kontakt zu JÖRG BÖRJESSON findet unter anderem hier: …und ebenso auf Facebook.
Die Tour de France wirft Ihre Schatten voraus. Am 02.Juli geht’s wieder los und alle Radsportfans (so auch wir bei DOPINGsucks) fiebern dem wochenlangen Ereignis entgegen! Aber da war doch noch was in den letzten Wochen oder Monaten? Ach ja, Alberto Contador steht ja noch immer unter Dopingverdacht. Von 6. bis 8. Juni wird vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne neu verhandelt. Sieht nach Freispruch aus! Und Altmeister Armstrong? Die Vorwürfe der Teamkollegen werden immer lauter. Aber das ist ja alles schon lange her. Damit ist ja wieder alles geregelt und wir konzentrieren uns auf den kommenden Radklassiker. Wenn man aber noch mal klar über die aktuellen Zustände nachdenken würde, käme man zu folgendem erschreckendem Ergebnis: „Es sind die beiden bedeutendsten Radprofis der vergangenen 15 Jahre, die mehr denn je unter Verdacht stehen. Das ist so, als wären in der Formel 1 Michael Schumacher und Sebastian Vettel gleichermaßen von der Sperre bedroht, im Tennis Roger Federer und Rafael Nadal.“ (siehe: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,764204,00.html) Und so machen wir dennoch gute Mine zu bösem Spiel, sind brave Fans und freuen uns auf die Stunden vor dem Fernseher … Wie jedes Jahr wollen wir gute 4 Wochen vor dem Start mit dem offiziellen Trailer auf die TOUR DE FRANCE einstimmen:
Cancellara gab in einem Interview an bereits zweimal von der Anti-Doping-Behörde verwarnt worden zu sein. Jeweils weil er ungenaue Angaben über seinen Aufenthaltsort gemacht hat. Sonst will er mit Doping nichts zu tun haben. Trotzdem kam er in den letzten beiden Jahren wegen Doping ins Gespräch: 2009 nachdem Blutproben von Cancellara und weitern Spitzenprofis wegen angeblich auffälliger Werte nochmal getestet worden sind. Herausgekommen ist außer Vermutungen nichts. 2010 wurde Cancellara verdächtigt sein Specialized-Rennrad mit einem Motor ausgestatt zu haben nachdem er ein Rennen durch einen wahrhaft unwiderstehlichen Antritt gewonnen hat. Das dazugehörige Video (samt Anleitung wie so etwas umzusetzen ist) war tagelang der Renner auf Youtube. Ihr findet das Video HIER. Auch wir von DOPINGsucks.at haben nach nun fast 600 Artikeln bisher auch nur ein einziges Mal (über das Technodoping) einen Beitrag zum Schweizer veröffentlicht. Schon jetzt ist das Buch bei Amazon.de unter den Top 20 in der Kategorie Sport-Biografien. Zum Buch geht es HIER. Im Folgenden findet Ihr ein Beschreibung des Buches von Amazon: 1998 wurde der 17-jährige Fabian Cancellara Junioren-Weltmeister im Zeitfahren. Seither gewann der Berner etliche grosse Rennen, Olympia- und WM-Gold und avancierte zum Aushängeschild einer Sportart, die nach wie vor auf viel Skepsis stößt. Wie lebt es sich in diesem Kosmos als einer der Besten? Das Buch beleuchtet Cancellaras Aufstieg zu einem Star, der im Ausland und in der Heimat grosse Popularität erfährt. Am meisten zugetan war ihm die Schweizer Öffentlichkeit just, nachdem gerade erst Gerüchte um eine positive Dopingprobe ausgestanden waren. Diese Diskrepanz zwischen Faszination und Skepsis begleitet Cancellara seit Beginn seiner Karriere. Über die Welt eines Radfahrers sprechen nicht nur Cancellara und Wegbegleiter, sondern auch der Kabarettist Massimo Rocchi, der Philosoph und Sportsoziologe Gunter Gebauer und der Schriftsteller Peter Bichsel, der seine Begeisterung für Cancellara nicht verhehlt. |
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